
Bild: Proton AG
Proton Pass
Proton AG
8,0/10 im gewichteten Durchschnitt. Datenschutzorientierter Passwortmanager aus der Schweiz mit E-Mail-Aliasen und Open-Source-Code.
Technische Daten
| Verschlüsselung | AES-256-GCM + bcrypt (SRP) |
| Geräte | Unbegrenzt (Windows, Mac, Linux, iOS, Android) |
| 2FA | Integrierter TOTP-Authenticator |
| Autofill | Ja, Browser-Extension + App |
| Passwort-Generator | Ja |
| Sharing | Ja, sichere Vaults (Plus-Tarif) |
| Dark-Web-Monitor | Ja, Proton Sentinel (Plus) |
| Preis | Kostenlos (Basis) / 1,99 €/Monat (Plus) |
Vorteile
- ✓Schweizer Datenschutzgesetzgebung – einer der strengsten weltweit (heise)
- ✓E-Mail-Aliase (hide-my-email) zum Schutz der echten Adresse (c’t)
- ✓Vollständig Open Source auf GitHub veröffentlicht
- ✓Integrierter TOTP-Authenticator ersetzt separate 2FA-App
- ✓Teil des Proton-Ökosystems (Mail, VPN, Drive, Calendar)
Nachteile
- ✗Relativ junges Produkt (seit 2023) – Feature-Umfang noch im Aufbau (CHIP)
- ✗Desktop-App erst seit kurzem verfügbar, noch nicht so ausgereift
- ✗Weniger Integrationen und Plugins als etablierte Konkurrenten
Testquellen & Bewertung
Basierend auf 3 Tests zusammengefasst
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| heise | Gut |
| CHIP | 1,8 (gut) |
| Stiftung Warentest | 2,4 (gut) |
Bewertung nach Kriterien
Ausführlicher Testbericht
Schweizer Datenschutz
Proton Pass wird von der Proton AG in Genf, Schweiz, entwickelt – dem gleichen Unternehmen hinter ProtonMail und ProtonVPN. Die Schweizer Datenschutzgesetzgebung gehört zu den strengsten weltweit und liegt außerhalb der EU- und US-Jurisdiktion. heise betont: „Proton Pass profitiert von der gleichen Vertrauensbasis, die ProtonMail zum Datenschutz-Champion gemacht hat.“
Alle Daten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt, der Quellcode ist Open Source und wurde von unabhängigen Sicherheitsfirmen auditiert. Proton hat zudem den gesamten Code auf GitHub veröffentlicht – eine Transparenz, die nur von Bitwarden erreicht wird.
E-Mail-Aliase und Identitätsschutz
Die hide-my-email-Funktion generiert für jede Registrierung einen einzigartigen E-Mail-Alias, der an die echte Adresse weiterleitet. So bleibt die Hauptadresse geschützt und Spam oder Datenlecks betreffen nur den Alias. c’t lobt: „Die E-Mail-Aliase von Proton Pass sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das den Identitätsschutz auf ein neues Level hebt.“
Proton-Ökosystem
Proton Pass integriert sich nahtlos in das Proton-Ökosystem: ProtonMail, ProtonVPN, Proton Drive und Proton Calendar. Der Proton Unlimited-Tarif umfasst alle Dienste für 9,99 €/Monat. Proton Sentinel bietet eine KI-gestützte Bedrohungserkennung, die verdächtige Login-Versuche identifiziert und blockiert.
Der integrierte TOTP-Authenticator ersetzt separate 2FA-Apps wie Google Authenticator oder Authy. Sicherheitsexperten merken jedoch an, dass die Speicherung von 2FA-Codes im gleichen Manager wie die Passwörter den zweiten Faktor teilweise entwertet.
Reifegrad und Ausblick
CHIP weist darauf hin, dass Proton Pass erst seit 2023 existiert und der Feature-Umfang noch nicht mit etablierten Anbietern wie 1Password mithalten kann. Die Desktop-App wurde erst 2024 nachgeliefert und ist noch nicht so ausgereift wie die Browser-Extension. Stiftung Warentest bewertet den Funktionsumfang als „gut, aber noch ausbaufähig“. Proton entwickelt den Dienst jedoch aktiv weiter – regelmäßige Updates bringen neue Features.
Fazit
Proton Pass erreicht 8,0/10 und ist die Empfehlung für datenschutzbewusste Nutzer. Schweizer Rechtslage, Open-Source-Code und E-Mail-Aliase bilden ein überzeugendes Gesamtpaket. Der noch junge Reifegrad und fehlende Feature-Tiefe verhindern eine höhere Wertung, doch die Entwicklungsdynamik ist vielversprechend.
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