KeePass

Bild: KeePass / Dominik Reichl

KeePass

Dominik Reichl

7.8/ 10

7,8/10 im gewichteten Durchschnitt. BSI-empfohlener Open-Source-Passwortmanager mit maximaler Datenkontrolle, aber veralteter Oberfläche.

Zuletzt aktualisiert: März 2026Basierend auf 3 Quellen

Technische Daten

VerschlüsselungAES-256, ChaCha20, Twofish
GeräteWindows nativ, Ports für alle Plattformen
2FAÜber Plugins (KeeOTP, Yubikey)
AutofillÜber Auto-Type und Plugins
Passwort-GeneratorJa (sehr anpassbar)
SharingManuell über Datenbankdatei
Dark-Web-MonitorNein (nur per Plugin)
PreisKostenlos (Open Source, GPLv2)

Vorteile

  • Vollständig kostenlos und Open Source unter GPLv2 (BSI-empfohlen)
  • Lokale Speicherung – kein Cloud-Zwang, volle Datenkontrolle (c’t)
  • Extrem anpassbar durch hunderte Plugins für jede Funktion (heise)
  • Unterstützt mehrere Verschlüsselungsalgorithmen (AES-256, ChaCha20, Twofish)
  • Vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) empfohlen

Nachteile

  • Veraltete Oberfläche, steile Lernkurve für Einsteiger (CHIP, Stiftung Warentest)
  • Kein offizieller Cloud-Sync – muss manuell über Dropbox/Syncthing eingerichtet werden
  • Mobile Apps nur über Drittanbieter-Ports (KeePassDX, Strongbox)

Testquellen & Bewertung

Basierend auf 3 Tests zusammengefasst

QuelleBewertung
c’tEmpfehlung (für Fortgeschrittene)
CHIP2,1 (gut)
Stiftung Warentest3,0 (befriedigend)

Bewertung nach Kriterien

Sicherheit
9.0
Bedienung
5.8
Features
7.5
Plattformen
7.0
Preis-Leistung
10.0
Datenschutz
9.8

Ausführlicher Testbericht

Sicherheit und BSI-Empfehlung

KeePass genießt eine besondere Stellung unter den Passwortmanagern: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt KeePass ausdrücklich. Der Quellcode ist unter der GPLv2-Lizenz vollständig einsehbar und wurde mehrfach unabhängig auditiert. c’t betont: „KeePass ist der Goldstandard für sicherheitsbewusste Nutzer, die keinem Cloud-Anbieter vertrauen wollen.“

Die Datenbank wird lokal als verschlüsselte .kdbx-Datei gespeichert. Als Verschlüsselungsalgorithmen stehen AES-256, ChaCha20 und Twofish zur Auswahl. Die Schlüsselableitung nutzt Argon2d mit konfigurierbaren Parametern. Zusätzlich zum Master-Passwort kann eine Schlüsseldatei als zweiter Faktor verwendet werden.

Lokale Speicherung und Datenkontrolle

Der größte Vorteil von KeePass ist gleichzeitig seine größte Hürde: Die Datenbank liegt ausschließlich lokal. Es gibt keinen Cloud-Server, der gehackt werden könnte. Die Synchronisation zwischen Geräten muss der Nutzer selbst einrichten – etwa über Dropbox, Google Drive, Syncthing oder einen eigenen Server. heise rät: „Für die Synchronisation eignet sich Syncthing besonders gut, da keine Drittanbieter-Cloud benötigt wird.“

Plugins und Erweiterbarkeit

KeePass bietet ein umfangreiches Plugin-System mit hunderten Erweiterungen. TOTP-Unterstützung, Browser-Integration, Cloud-Sync, SSH-Agent und vieles mehr lässt sich nachrüsten. c’t hat die wichtigsten Plugins getestet und empfiehlt KeePassXC als modernere Alternative mit vielen Plugins bereits integriert.

Bedienung und Kritik

Die größte Schwäche von KeePass ist die Benutzeroberfläche. Die Windows-native Anwendung wirkt optisch veraltet und erfordert Einarbeitungszeit. Stiftung Warentest kritisiert: „Die Bedienung ist für Einsteiger eine echte Hürde.“ CHIP vergibt beim Bedienkomfort nur befriedigende Noten. Mobile Nutzung ist über Drittanbieter-Apps wie KeePassDX (Android) oder Strongbox (iOS) möglich, aber die Qualität variiert.

Als Alternative bietet sich KeePassXC an – ein Community-Fork mit modernerer Oberfläche, integrierter Browser-Erweiterung und plattformübergreifender Unterstützung für Windows, macOS und Linux.

Fazit

KeePass erreicht 7,8/10 – einen Wert, der die Spannung zwischen exzellenter Sicherheit und schwacher Bedienbarkeit widerspiegelt. Für technisch versierte Nutzer, die dem BSI-Urteil vertrauen und maximale Datenkontrolle wünschen, gibt es keine bessere Wahl. Einsteiger sollten jedoch zu Bitwarden oder 1Password greifen.

7.8von 10
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VerschlüsselungAES-256, ChaCha20, Twofish
GeräteWindows nativ, Ports für alle Plattformen
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